Ankündigung 3. Poetry Slam 23.03.07 das grosse Finale

Die 1.Triologie des Poetry Slam ?laut&deutlich? endet am 23. März 2007

Mit einem tollen Slammer Programm und einem Abschlusskonzert endet die erste Triologie "laut&deutlich".

Als Sieger der gesamten Triologie steht der zweifache Sieger Renato Kaiser als Goldach bereits fest. Jetzt geht es aber immer noch um den Sieg des Abends und so leicht wird die Slam-Liga es Renato sicher nicht machen und einige potentielle Sieger stehen gegen ihn am Start.

Zur Abschlussparty spielen "charmin' carmen" aus Stuttgart. Die Band zelebriert Straight-in-your-face-kick-ass-punk´n´roll, im Stile von the Datsuns und the Hives

Freitag 23.3.07. Türöffnung 20.30 Uhr, Showbeginn 21.30 Uhr Lager, Von Rollstrasse Olten

Slammer auf der Bühne: Sam Hofacher, Renzo Spotti, Walter Bühler, Nüesch Matthias, Frei Desiree, Meyer Marguerite, Nötzli Martin, Anouk Wahl, Studer Raphael, Manuel Locher und der zweifache Sieger: Renato Kaiser

Moderation von Fabi N. Käppeli und Etrit Hasler  

Rückblick auf 3. Slam am 23.3.07

3. Poetry Slam "laut&deutlich" das grosse Finale

In Olten wird Literatur gelebt. Der Abschluss der ersten Poetry-Slam-Trilogie ?laut&deutlich? übertraf selbst die kühnsten Erwartungen.

Gewonnen haben am Ende alle. Das Publikum, dem den ganzen Abend hindurch beste Unterhaltung geboten wurde, der Organisator art i.g., der über 300 Personen in der Schützi begrüssen durfte, und der Sieger des Abends, Patrick Armbruster aus Winterthur. Es war einer von diesen Abenden, von denen man sich mehr in Olten wünscht, Kultur für jedermann, trotzdem auf hohem Niveau, unterhaltend oder nachdenklich stimmend. Der Wettbewerb, bei dem junge und junggebliebene Dichter ihre eigenen Texte dem Publikum vorstellten, mit Mimik, Gestik, beidem oder staubtrocken, begeisterte durch Vielfalt, wunderbare Texte, Tiefsinn und Humor, ob freiwillig oder nicht. Drei Frauen und acht Männer kämpften um das silberne Mikrofon, das goldene für den Gesamtsieger der Trilogie war schon vor dem Beginn vergeben. Fünf ausgewählte Personen aus dem Publikum bewerteten in der Vorrunde das Vorgetragene. Totale Objektivität ist da nicht möglich. Das spielt auch keine Rolle, mitmachen war die Hauptsache, und wer sich da auf die Bühne traute, der gehörte ohnehin zu den Siegern.

Fünf statt drei

Trotzdem ging es um den Sieg, schliesslich war es ein Wettbewerb. Im Final standen fünf Slammer, drei von ihnen hatten 27 Punkte erhalten, der spätere Sieger Patrick Armbruster die Maximalpunktzahl 30 und Renato Kaiser 29. Erstmals schaffte es in Olten mit Marguerite Meyer auch eine Frau in die letzte Runde. Und sie wusste zu überzeugen, mehr noch, sie wurde Dritte. Den Sieg untereinander aus machten Renato Kaiser und Patrick Armbruster, die sich ein packendes Duell auf höchstem Niveau lieferten, und welches Armbruster dank dem frenetischeren Applaus schliesslich für sich entscheiden konnte. Armbruster begeisterte mit rasantem Tempo, Witz und fehlerfreiem Vorlesen seiner klaren und äusserst witzigen Texte. Kaiser, der die beiden vorherigen ?Slams? gewonnen hatte, konnte sich mit dem Gesamtsieg der Trilogie trösten. ?Es macht einfach Spass in Olten zu slammen, das Publikum ist wunderbar?, meinten Kaiser und Armbruster nach der Siegerehrung unisono. In der Tat war der Zuschaueraufmarsch in Olten der wohl grösste an einem Poetry-Slam nach Zürich und St. Gallen.

Starker Studer
Aber auch regionale Poeten wussten zu überzeugen, allen voran Raphael Studer aus Wangen bei Olten. Der 20jährige Student trug seinen Text energisch und ohne Makel vor, wechselte am Ende sogar noch auf Französisch und durfte als einziger von vier Regionalen in den Final. Leider unterlief ihm das Missgeschickt, dass er nur einen anstatt zwei Texte vorbereitete, einen älteren Text vorlas und sich leider um einen Podestplatz brachte. ?Dieser Fehler wird mir nicht noch mal unterlaufen?, schmunzelte Studer.

Die drei anderen ?Slammer? aus der Region - Anouk Wahl, Désirée Frey und Manuel Locher - schafften es nicht unter die ersten fünf. Insbesondere bei Locher war dies eine Überraschung, erreichte er beim 2. Poetry-Slam noch souverän die Finalteilnahme.
Aber eben. Gewonnen haben am Ende alle. Es bleibt zu hoffen, dass man dies in Olten auch in Zukunft darf.

Tomas Honegger, Olten